Africa – Face to Face

Fotos von Menschen, denen ich von Ägypten bis Südafrika begegnet bin.

Gesichter Afrikas

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Ruanda

Ursprünglich stand nach Uganda und vor Tansania die Republik Ruanda auf meinem Reiseplan. Durch das Land der 1000 Hügel, wie Ruanda genannt wird, läuft die Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Nils und des Kongos. Hochebene, Berge und Kurven machen das Land zum Eldorado für motorisierte Zweiräder. Warum ich dieser Versuchung widerstanden habe, kann ich rational nicht begründen. Ruanda weiterlesen

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Zanzibar

Zanzibar – mein Prison Island

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Ich bin auf Zanzibar gestrandet. Nach mehr als 12.000 Kilometer auf zwei Rädern halte ich an und stelle die Maschine ab. Nach acht Wochen in Jacke und Stiefeln nehme ich eine Auszeit von der Auszeit. No shoes, no shirt, no Problems! Weißer Sand statt grauem Asphalt. Rhythmuswechsel. Drehzahl der Seele runterfahren. Innehalten. Sachen in Ordnung bringen, den eigenen Kompass justieren. Ich bin nicht ganz freiwillig hier. Auch wenn der Vergleich maßlos hinkt, Zanzibar ist mein persönliches „Prison Island“[1]. Im Ernst, mein Führerschein ist weg und damit ist meine Mobilität ziemlich eingeschränkt. Wie kommt’s?

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Tansania von Mwanza nach Dar es Salaam

18. November 2015
Ohne Regen und mit Sonnenbrille auf der Nase, packe ich mein Moped und starte von Bukoba/Tansania Richtung Mwanza. Trockener Asphalt, wunderschöne Ausblicke auf den südwestlichen Viktoriasee. Hin und wieder neugierige Affen, immer langhornige Rinder und viele Menschen säumen die Straße. Was mich wundert ist, dass sich nirgendwo ein Zugang zum See bietet. Kein Badestrand, keine Promenade, nichts. Als würden sich die Menschen vom Wasser abwenden. Dabei ist der Viktoriasee nicht nur wichtig für die Region, sondern auch landschaftlich wunderschön.

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Und weil das so ist, lasse ich mir viel Zeit für Fotostopps und den ein oder anderen Umweg, der mich näher ans Ufer bringt. Die Genussfahrt endet in Geita. Von dort sind es noch knapp 100 km bis Mwanza, der Partnerstadt von Würzburg. Ich habe einen Brief von unserem Oberbürgermeister im Gepäck. OB Schuchhart hat mir die schriftlichen Grüße an seinen Kollegen in Mwanza mit auf den Weg gegeben. Ich plane, den Brief am nächsten Morgen „auszutragen“.

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Die Sonne scheint. Mir geht es wieder gut. Am Moped hat die Birne in der Lampe ihren Geist aufgegeben. Einen Ersatz habe ich nicht dabei. Schöne Grüße vom Viktoriasee, Euer rollender Postbote aus Würzburg.

19. November 2015
Ich komme ohne Zwischenfälle  in Mwanza, der Partnerstadt von Würzburg an.

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Main Post: Dieter Schneider als Briefbote mit dem Motorrad in Mwanza

Mwanza

Auf seiner Reise mit dem Motorrad von Würzburg an die Südspitze Afrikas ist Dieter Schneider bei heftigem Regen in Würzburgs Partnerstadt Mwanza angekommen. Im Gepäck hatte er einen Brief des OB.
Die Stadt in Tansania am Viktoriasee ist fast doppelt so groß wie Würzburg. Im nächsten Jahr wird das 50-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft gefeiert. … weiterlesen auf mainpost.de

Fotos aus Tansania Serengeti/Ngorogoro

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Fotos aus Mwanza/Tansania

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Uganda

14. November 2015
Heute Nacht gab es schreckliche Terroranschläge in Paris bei denen 130 Menschen getötet und 350 verletzt wurden. Mir schießt der Gedanke durch den Kopf, dass man zurzeit in Europa gefährlicher lebt, als in Afrika. Die Angstmacher von gestern müssen nun selbst Angst haben. Ziemlich traurig über den grausamen Terror, steige ich aufs Moped und starte Richtung Uganda. An der Grenze habe ich mal wieder Ärger. Erst will man mir 50 $ für einen vermeintlich fehlenden Stempel abknöpfen und dann nochmal 120 $ für eine Zusatzversicherung. Letztere muss ich zahlen. Jedoch nicht ohne zu artikulieren, dass im Land die Kinder hungern und man hier an der Grenze die Kohle abzockt. Wenn das Geld den Kindern zugute käme, würde ich ja gerne zahlen. Aber es bleibt in einer korrupten Administration hängen. Dass ich die 50 $ für den fehlenden Stempel nicht zahlen werde, mache ich den Zöllnern mit lauten Worten klar. Sie akzeptieren meinen Einspruch tatsächlich, lassen mich dafür aber drei Stunden lang in der Hitze schmoren, während sie irgendein Fußballspiel im Fernsehen anschauen.

Man ist solchen Situationen hier einfach völlig machtlos ausgeliefert. Mich ärgert das zunehmend. Der Zeitverlust führt dazu, dass ich erst um 15.00 Uhr, viel später als geplant, aus der Grenzstation heraus komme. Mit der Einfahrt in das Staatsgebiet von Uganda zieht der Himmel zu. Passt zur Situation und dem Groll, den ich immer noch in mir verspüre. Es beginnt zu regnen. Nach einigen Kilometern wird aus dem Regen ein Gewitter. Ich fahre weiter. Anhalten ist keine Option. Sturm, Regen, Blitz und Donner werden immer schlimmer. Es ist wie eine Fahrt wie durch Waschanlage, Schießstand und Windkanal in einem. Der Verkehr wird nicht weniger. Der Unterschied zum Verkehr im Trocknen ist, dass alle mit Warnblinkanlage fahren, was mir ein wenig hilft, denn die Sicht unterm Helm ist minimal. Hab‘ halt keinen Scheibenwischer. Die Spurrillen werden zu zwei parallel laufenden Kanälen. Für Angst ist keine Zeit. Aufgeben keine Option. Mein Kopf schaltet auf Autopilot. Ich funktioniere wie ein Automat. Mein Moped spielt mit. Nach einer Stunde Horror-Trip falle ich notfallmäßig in die nächstbeste Unterkunft ein, die sich mir bietet. Die Anstrengung fordert ihre Opfer. Meine Ansprüche bezüglich Komfort und Hygiene hat mein Autopilot auf zwei Dinge reduziert: „Dach über dem Kopf“ und “ fließendes Wasser“ zum Waschen. Dass das Wasser nicht einmal warm ist, ist mir in diesem Moment völlig egal. Der Mensch ist in der Not anpassungsfähiger als er denkt. Das gilt jedenfalls für mich. Die Absteige war alternativlos. Dafür hat sie umgerechnet auch nur 3 Euro gekostet. Das Dschungelcamp ist ein Ponyhof dagegen. Gut, dass ich meinen Schlafsack dabei habe.

Donner und Blitz waren der Auftakt meiner kurze Zeit in Uganda. Es regnet die drei Tage, die ich mich im Land aufhalte oft und viel. Mein Bild von dem Land und den Leuten ist also in Wasserfarben gemalt und stark verwischt. Mein Urteil ist nicht repräsentativ. Die Zeit war zu kurz und die Umstände alles andere als günstig. Letztendlich war ich froh, als ich wieder draußen war.

Fast schon symbolisch scheint dann auch in Tansania gleich wieder die Sonne.

Aber der Reihe nach.

Ich fahre die Schleife westlich um den Viktoriasee über Kampala, weil ich dort mit Paul Acaye, dem Projektleiter des Charity-Projektes „Uganda Wheelchair Basketball“ verabredet bin. Gemeinsam mit meinem Freund, dem ehemaligen Weltklasse-Schwimmer Thomas Lurz, habe ich in Würzburg eine Sportstiftung zugunsten Behindertensportler eingerichtet. Bei der Vorbereitung meiner Tour bin ich auf das Wheelchair-Projekt von Paul gestoßen. Es handelt sich dabei um Rollstühle, die für nur 350 € in einer Werkstatt in Uganda von einheimischen Handwerkern gebaut werden können. Diese Rollstühle ermögliche es behinderten Menschen, insbesondere den Kriegsversehrten, Rollstuhlbasketball zu spielen. Sport gibt vielen von ihnen wieder Freude am Leben. Unsere Sportstiftung hat zehn solcher Rollstühle gespendet. Ich freue mich daher den Projektleiter besuchen zu können und ihn persönlich kennenzulernen. Er nimmt mich in Empfang, als ich an dem Sonntagnachmittag in Kampala, der Hauptstadt von Uganda, ankomme.

15. November 2015
Nach meiner Abfahrt im Hotel fahre ich in Jinja zur „Source of the Nile“. Zwei schöne Stunden verbringe ich an der Quelle, die mitten im Viktoriasee sprudelt. Ich verabschiede mich vom Nil, der mir einige tausend Kilometer entgegenkam.

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Es ist Sonntagnachmittag 14.00 Uhr. Der Himmel reißt auf und die nun entstehende schwüle Hitze erinnert mich an den dritten Saunagang kurz nach dem Aufguss. Die Einfahrt nach Kampala wird zum Stop and Go. Wobei das Go meist nach wenigen Zentimetern zu Ende ist. Der Grund für den Verkehrsinfarkt ist das Länderspiel Uganda gegen Togo, das um 16.00 Uhr im Mandela Stadion angepfiffen wird. Das Stadion liegt ausgerechnet auf meiner Strecke. Uganda weiterlesen

Main Post Artikel: Mit dem Motorrad den Äquator überquert

Das klingt närrisch: Am 11.11. gegen 11.11 Uhr überquerte der Würzburger Dieter Schneider mit seinem Motorrad den Äquator.

Ein dreifach donnerndes ,Hakuna Matata (alles ist gut) aus Kenia in meine Heimat“, schreibt der Mann aus Rottenbauer an die Zeitung. Nach seinem Gipfelsturm zu Fuß auf den Mount Kenya (4985 Meter) am Tag zuvor geht es jetzt in Richtung Uganda.

In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, wird Schneider das Charity-Projekt „Uganda Wheelchair-Basketball“ besuchen. Die Sportstiftung, die er mit dem Würzburger Weltklasse-Schwimmer Thomas Lurz betreibt, spendet zehn Rollstühle für behinderte und kriegsversehrte Sportler. Die Sportstiftung hatte das inklusive Sportfest „NoLimits!“ in Würzburg ins Leben gerufen.

Unter dem Motto „NoLimits!“ (keine Grenzen) steht auch Schneiders Tour durch Ostafrika. Knapp 10 000 Kilometer hat er auf seinem Weg ans Kap der guten Hoffnung , elf Grenzübergänge passiert, viele interessante Menschen und grenzenlose Eindrücke gesammelt. Die Unterstützung des Wheelchair-Basketball Projekt in Uganda ist ein weiteres Highlight seiner Reise, die bislang ein einmaliges Erlebnis für ihn ist.

Quelle: Main Post, Herbert Kriener: mainpost.de